Ingo Kallenbach

Führungskräfteentwicklung: Was britische Manager bewegt

Zugegeben: 2013 neigt sich allmählich dem Ende entgegen, dennoch ist es uns wert, in dieser Notiz auf eine Studie hinzuweisen, die deutlich macht, was Manager auf der Insel bewegt. Als anspruchsvoller HR’ler oder Unternehmer müssten Sie hier zahlreiche Hinweise erhalten, wie Sie Ihre Unternehmenskultur, Ihre Führungskräfteentwicklung oder auch Ihr „Talent Management“ gestalten können, um sich deutlich von Ihren Mitbewerbern zu unterscheiden.

Die neuste Management Agenda von Boury, Dilip und Kollegen vom renommierten Roffey-Park Institute in London legt ihren Fokus auf 4 Themenkomplexe:

Im Bereich Wahrnehmung des unternehmensexternen Umfeldes wird die größte Herausforderung im Umgang mit längerfristigen Einschränkungen (z.B. Management von Veränderungen und Arbeitsumfängen, verringertes Budget oder Einkommen) gesehen.

Aus Sicht der Manager auf ihr Unternehmen und ihren Umgang mit Veränderungen zeichnet sich gute Führung besonders durch Erreichbarkeit, Menschlichkeit und Bodenständigkeit aus. Weiterhin sollten FK eine klare strategische Richtung angeben, bei dieser bleiben und ihr Interesse für deren Umsetzung bekunden.


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Abbildung 1: Führungskräfteentwicklung | Was britische Manager bewegt


Hinsichtlich der Einschätzung der Belegschaft und der Funktion von HR lässt sich festhalten, dass die befragten Manager nach wie vor eine klare Aufteilung von HR-Aufgaben zwischen FK und HR in vielen Unternehmen vermissen. Zur Leistungssteigerung des eigenen Teams nutzen viele Manager indes eine präzise Benennung der Erwartungen, regelmäßiges Feedback zur Leistung, Einbezug der MA in die Zielsetzung und die Belohnung guter Leistung als bevorzugte Methoden. Die Weiterbildung von MA sehen FK vor allem durch die persönliche Entwicklung der MA und als Antwort auf besondere organisationale Herausforderungen begründet.

Im Vordergrund des eigenen, beruflichen Erlebens der befragten FK stehen vor allem die Bewältigung zahlreicher Herausforderungen (hohe Arbeitsvolumina, Wettstreit um Ressourcen, mangelnde Klarheit der eigenen Rolle, politische Spielchen, fehlende Anerkennung, mangelnde Selbstkontolle über die Arbeit) sowie Zufriedenheit, Wohlbefinden und Stress am Arbeitsplatz, MA-Bindung, Konflikte und Mobbing.

Die aufgeführten Punkte sind Ihnen vermutlich nicht gänzlich unbekannt. Diese könnten bspw. eine hilfreiche Blaupause zur Organisationsanalyse für HR’ler darstellen, um sich glaubhaft als Wertschöpfungspartner für das sog. „Business“ zu etablieren.

Die Studie können Sie gerne bei uns oder direkt unter www.roffeypark.com anfordern.